Die Kellerkinder


Eine menschenleere Bühne. Darauf aufgestellte Leinwände mit abstrakt-expressionistischen Malereien. Der Saal des Bräuhauses Eferding ist verdunkelt. Stille. Nach und nach erscheinen im Scheinwerferlicht und unter lautem musikalischen Getöse die Kellerkinder.
Das sind die personifizierten Akteure im Innenleben eines Menschen. Unterdrückte Charaktereigenschaften, verdrängte Gefühle, Neigungen. Brilliant gespielt von den Schauspielern der vierten Klassen. Ihre ersten Opfer: zwei Experten, die dem Publikum einen Vortrag über Suchtprävention halten möchten und dabei den mahnenden Zeigefinger gegen verdrängte Gefühle und Neigungen erheben. Die Vortragenden geraten jedoch mehr und mehr ins Stottern, kommen aus dem Konzept und müssen eingestehen, dass sie plötzlich selbst Opfer ihrer eigenen Gefühle geworden sind. Auch sie sind keinesfalls davor gefeit, unter Umständen in ein Suchtverhalten hineinzuschlittern.
Sie kommen zu dem Schluss: Ich muss meine „Kellerkinder“ erkennen und ernstnehmen. Sie in richtige Bahnen lenken. Entweder ich betreibe sie, oder ich erleide sie. Segen oder Fluch. Akzeptiere ich sie, kann ich sie zum Guten gebrauchen, wenn nicht, gewinnen sie die Oberhand und das kann fatale Folgen haben. Die Schauspieler der vierten Klassen haben das thematisch und schauspielerisch schwierige Theaterstück „Die Kellerkinder“ mit zum Teil schockierender Echtheit und Überzeugungskraft gespielt. Aufgepeppt durch Songs der Schulband unter der Leitung von Stefan Raab.
Eine großartige Leistung aller Akteure, allen voran unseres Regisseurs und Theaterpädagogen Günter Pilsner.



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